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Buchrezensionen
   
Tod & Trüffel / Ein Hundekrimi aus dem Piemont  

Zwei Spürnasen auf Verbrecherjagd

Tod & Trüffel: Spannender Hundekrimi aus
dem Piemont von Carsten Sebastian Henn

Der Aufenthalt im Piemont war „die schönste Recherchereise“ seines Lebens: In Alba, wo Carsten Sebastian Henn zwei Wochen lang in einer alten Villa residierte, hat er sich „durch den ganzen Ort gefuttert“ – und allein dafür habe es sich gelohnt, „Tod & Trüffel“ zu schreiben. Die Hauptfigur, der alte Trüffelhund Giacomo, ist nämlich verfressen, aber äußerst wählerisch. Zudem ist er ein Weinkenner vor dem Herrn: Eine Weinhändlerin hatte beobachtet, wie er an einer leeren Baroloflasche schleckte. Also gab sie ihm ein Schälchen Barolo, das er genüsslich ausschlappte. Anschließend füllte sie es mit einfachem Nebbiolo auf. „Giacomo schlug das Schälchen mit der Pfote um“, schreibt Henn. „Beleidigen ließ er sich nicht.“  Erschienen in: Weinfeder Journal 20
 
1000 wichtigsten Wörter / Essen & Trinken  

Sprachen für wahre Genießer

Die 1000 wichtigsten Wörter Essen & Trinken auf Französisch, Englisch, Italienisch und Spanisch

Wer in Frankreich ein Dessert mit „langues-de-chat“ bestellt, erwartet wahrscheinlich, dass dieses mit schokoladigen Katzenzungen garniert ist. Falsch: „langue-de-chat“ ist der französische Ausdruck für Löffelbisquit. Wird das Dessert mit „paris-brest“ serviert, erhält der Gast dazu keinen Gutschein für eine Fahrkarte, sondern mit Creme gefülltes Gebäck aus Brandteig. „Frittata“ in Italien steht nicht für Frittiertes, sondern für ein Omelett. In Spanien versteht man unter „caldo de pescado“ keinen kalten Fisch, sondern eine heiße Fischbrühe. Fast jeder Reiseführer hat ein kleines Glossar zum Thema Essen und Trinken. Wer es aber genau wissen will, muss entweder ein großes Wörterbuch mit 300.000 anderen Begriffen mit sich führen oder – ganz neu von PONS – „Die 1000 wichtigsten Wörter Essen & Trinken“, zusammengestellt für Französisch, Englisch, Italienisch und Spanisch.
Erschienen in: Weinfeder Journal 19
 
Kleines Wörterbuch der Weinsprache  

„Gebildeter Wein mit Kugelgeschmack“

Kleines Wörterbuch der Weinsprache
von Professor Hans-Peter Althaus

Der Professor für Germanistische Linguistik präsentiert das Ergebnis von mehr als 30 Jahren Forschungsarbeit, seine umfangreichen Quellen reichen bis ins 16. Jahrhundert zurück. Zwischen der speziellen Weinterminologie und deren Verständnis in der Öffentlichkeit gibt es bis heute gravierende Unterschiede – diese These belegt der Experte mit zahlreichen Beispielen. Ein Fazit der Rezensentin: Das untergegangene Wort „Kugelgeschmack“ als Charakteristik für einen vollmundigen Wein besagt weitaus mehr als die nichtssagende, moderne Phrase „Der Wein tanzt auf der Zunge Tango ...“  Erschienen in: Weinfeder Journal 16
   
Spitzenweingüter Deutschlands  

Blick hinter die Kulissen

Spitzenweingüter Deutschlands von
Claudia Schweikard und Matthias Stelzig

Sehr individuell beschreiben die Autoren 68 Weingüter aus allen deutschen Weinbauregionen. Claudia Schweikard und Matthias Stelzig entdeckten Passion und Präzision, Detailversessenheit und Weitblick, hohe berufliche Qualifikation und feines Gespür für richtige Entscheidungen. Es geht nicht nur um Lagen, Terroir und die Kunst des Weinmachens, sondern auch um die Persönlichkeit der Winzer.
Erschienen in: Weinfeder Journal 15
   
Goethe und der Wein  

„Da hab' ich mich ja umsonst besoffen ...“

Goethe und der Wein: Ausgewählte Texte des Dichters und Rezepte aus dem Kochbuch seiner Großmutter

Der Wein wurde ihm gleichsam in die Wiege gelegt: Johann Wolfgang von Goethe soll „ohne Lebenszeichen“ das Licht der Welt erblickt haben. Nach einem Bericht seiner Mutter legte man ihn in einen mit Wein gefüllten Fleischtrog. Kurz danach habe die beglückte Großmutter ausgerufen: „Rätin, er lebt!“ An seinem Todestag soll der Poet gefragt haben, ob der Wein, den man ihm zuletzt gegeben hatte, gezuckert sei. In vielen Situationen bei Goethe kommt fast zwangsläufig Wein vor, den der wohl bedeutendste deutsche Dichter als „flüssiges“ oder „trinkbares Gold“ bezeichnete. „Wein ist Metapher und Leitmotiv in Goethes Leben“, sagt Dr. Werner Bockholt, Autor des Buches „Goethe und der Wein“. Neben ausgesuchten Textstellen zum Thema enthält das Buch Rezepte mit Wein aus dem Kochbuch der Großmutter Goethes. Diese bereitete Richard Friedrich Abroleit auf, Chefkoch des Hotels Krautkrämer in Münster-Hiltrup. Und was laut Goethe für die Dichtung gilt, ist auch für die Küche unverzichtbar: „Es liegen im Wein produktivmachende Kräfte sehr bedeutender Art ...“
Erschienen in: Westfäliche Nachrichten
   
Das Casanova Kochbuch  

Der Jurist Casanova liebte gutes Essen

Literarisches Kochbuch: Das sinnliche Begehren des  Verführers beschränkte sich nicht allein auf Erotik

Giacomo Casanova (1725-1798) war nicht nur der klassische Verführer und unwiderstehliche Liebhaber des Rokoko, er war eine Persönlichkeit von europäischem Rang. Gleichzeitig war er auch jenseits der Erotik ein sehr sinnlicher Mensch. Das drückt sich ganz besonders in seiner Beziehung zu Essen und Trinken aus. Mit Casanova und seinem Verhältnis zu Speisen und Getränken haben sich Carmelo Caputo und sein Küchenteam vom Restaurant „Villa Medici“ in Münster/Westfalen intensiv auseinandergesetzt. So authentisch wie möglich haben sie die bei Casanova erwähnten Speisen durch Rezepte erschlossen und für die moderne Küche der Gegenwart aufbereitet. Von Werner Bockholt ausgewählte Episoden aus Casanovas Biographie tragen dazu bei, den Verführer und Genießer als Gourmet kennenzulernen.
Erschienen in: Westfälische Nachrichten
   
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Foto auf dieser Seite oben: © Andreas Bönninghoff